Unsere Kurzbeschreibung des Union Investment TV-Spots

Dieser TV-Spot von Union Investment bewirbt Investmentfonds als Instrument zur Erreichung finanzieller Ziele. Parallel zur Arbeit des Musikproduzenten Tim Tautorat wird betont, wie wichtig Erfahrung und das Erkennen von Trends sind. Die zentrale Werbeaussage: Dank 70 Jahren Kompetenz macht Union Investment aus Geld Zukunft.

Quelle: Dieser Spot wurde zuerst erkannt auf Sat1, (c) Union Investment

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2026-02-19
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Unsere Meinung

Der Spot von Union Investment nutzt das Metaphernfeld der Musikproduktion, um eine vermeintlich komplexe und zukunftsweisende Investmentstrategie zu transportieren – und das ist auf den ersten Blick ein kreativer Ansatz, der meine Aufmerksamkeit weckt. Dass du hier nicht einfach mit Zahlen, Renditeversprechen oder langweiligen Grafiken kommst, sondern mit dem Bild eines Tonstudios, in dem ein Produzent wie Tim Tautorat am Mischpult steht, zeigt zumindest den Willen, sich von der klassischen Finanzwerbung abzuheben.

Meine Meinung ist, dass diese Analogie auf den ersten Blick funktioniert, weil sie eine gewisse Intimität und Handwerkskunst suggeriert: Wer Musik macht, der hört Trends, experimentiert, mischt, feilt – und genau das soll wohl auch für die Geldanlage gelten. Aus meiner Perspektive ist das ein cleverer Versuch, ein trockenes Thema wie Investmentfonds mit einer emotionalen und handfesten Tätigkeit zu verbinden.

Doch hier beginnt auch schon das erste Problem: Die Analogie ist zwar originell, aber sie wird nicht konsequent durchgezogen. Wenn du Musik produzierst, dann geht es um Klang, um Timing, um das Feingefühl für Stimmungen und Rhythmen. Doch was hat das konkret mit der Geldanlage zu tun? Der Spot zeigt uns zwar schöne Close-ups von Reglern, die hochgeschoben werden, von VU-Metern, die ausschlagen, und von Händen, die an Knöpfen drehen – aber wo bleibt die eigentliche Botschaft? Wo ist der rote Faden, der erklärt, wie genau diese 70 Jahre Erfahrung mit Investmentfonds dazu beitragen, die „Trends von morgen“ zu erkennen? Ich denke, hier fehlt der entscheidende Brückenschlag. Die Musikmetapher bleibt oberflächlich, fast schon dekorativ. Sie wirkt wie ein schicker Verpackungsaufkleber, der zwar hübsch aussieht, aber nicht wirklich verrät, was drinsteckt.

Und dann ist da noch Tim Tautorat, der als Musikproduzent und Songwriter vorgestellt wird. Aus meiner Sicht ist das eine starke Figur, weil er Glaubwürdigkeit ausstrahlt – jemand, der wirklich weiß, wie man Trends hört und umsetzt. Doch sein Auftritt ist viel zu kurz und zu vage. Er schaut in die Kamera, sagt aber nichts Substanzielles. Meine Erwartung war, dass er vielleicht eine konkrete Aussage macht, etwa wie man als Investor „die Trends von morgen“ erkennt oder warum Erfahrung in der Musikproduktion auch für die Finanzwelt relevant ist. Stattdessen bleibt er eine stumme Autoritätsfigur, die nur durch ihre Anwesenheit suggerieren soll: „Vertraut uns, wir wissen, was wir tun.“ Das ist aus meiner Perspektive eine verpasste Chance. Ein paar prägnante Sätze von ihm hätten dem Spot mehr Tiefe und Überzeugungskraft verliehen.

Visuell ist der Spot allerdings durchdacht. Die dunkle, warme Ästhetik des Tonstudios schafft eine fast schon sakrale Atmosphäre – als würde hier nicht einfach Musik gemacht, sondern eine Art heilige Handlung vollzogen. Die Close-ups der Hände, die Regler bedienen, oder der ausschlagenden VU-Meter sind technisch gut umgesetzt und vermitteln das Gefühl von Präzision und Kontrolle. Der Kontrast zwischen dem intimen Studio und der finalen Außenaufnahme mit dem Berliner Fernsehturm ist ebenfalls gelungen: Plötzlich wird die Metapher räumlich greifbar, als würde die Musikproduktion (und damit die Geldanlage) nicht nur im geschützten Raum des Studios stattfinden, sondern auch in der weiten Welt der Städte und Märkte. Meine Meinung ist, dass diese Bildsprache funktioniert, weil sie eine Brücke zwischen Mikro und Makro schlägt – zwischen dem Handwerklichen und dem Großen Ganzen.

Doch hier kommt auch eine gewisse Inkonsistenz ins Spiel. Der Spot beginnt mit der Musikmetapher, endet aber mit einem klassischen Finanzlogo und einem Slogan, der eher technokratisch klingt: „Aus Geld Zukunft machen.“ Aus meiner Perspektive wirkt dieser Abschluss wie ein abruptes Zurückfallen in die langweilige Welt der Finanzwerbung. Die ganze Zeit über wurde suggeriert, dass Investmentfonds etwas Kreatives, fast Künstlerisches sind – und dann kommt am Ende doch wieder der trockene Claim, der nach Standardfloskel schreit. Ich finde, hier hätte man konsequenter bleiben müssen. Vielleicht ein letzter Bildschnitt, der die Musikmetapher noch einmal aufgreift, oder ein Claim, der die kreative Sprache des Spots aufnimmt. So aber wirkt der Abschluss wie ein nachträglicher Stempel, der die ganze vorherige Inszenierung wieder zunichtemacht.

Ein weiterer Punkt, der mir auffällt, ist die Zielgruppenansprache. Der Spot spricht offensichtlich an private Anleger, die sich für nachhaltige oder zukunftsorientierte Geldanlage interessieren. Doch wer genau ist hier gemeint? Junge, digitale Investoren, die sich für Trends begeistern? Oder eher konservative Anleger, die auf Erfahrung setzen? Die Musikmetapher könnte auf beide Gruppen wirken – auf die einen, weil sie modern und kreativ erscheint, auf die anderen, weil sie Handwerk und Tradition betont. Meine Ansicht ist jedoch, dass der Spot zu sehr auf die visuelle und emotionale Ebene setzt und dabei die eigentliche Zielgruppe ein wenig aus den Augen verliert. Es fehlt ein klarer Anker, der sagt: „Das hier ist für dich, weil…“ Stattdessen bleibt der Spot in einer Art Schwebezustand zwischen Kunst und Kommerz hängen.

Und dann ist da noch der Claim „Aus Geld Zukunft machen“. Aus meiner Sicht ist das eine dieser typischen Finanzfloskeln, die zwar gut klingt, aber im Grunde nichts aussagt. Was bedeutet das konkret? Wie wird aus Geld Zukunft gemacht? Durch Investmentfonds? Durch Trends erkennen? Durch 70 Jahre Erfahrung? Der Spot gibt keine klare Antwort, und das ist aus fachlicher Perspektive ein Problem. Ein guter Werbespot sollte nicht nur Stimmung machen, sondern auch eine klare Botschaft vermitteln. Hier bleibt zu viel im Vagen. Ich denke, dass Union Investment hier die Chance hatte, mit der Musikmetapher etwas wirklich Einzigartiges zu schaffen – etwa eine Geschichte zu erzählen, wie man als Anleger wie ein Musikproduzent agiert: Trends erkennen, experimentieren, langfristig denken. Doch stattdessen bleibt der Spot an der Oberfläche und überlässt es dem Zuschauer, die Verbindungen selbst herzustellen.

Letztlich ist der Spot ein interessantes Experiment, das aber nicht ganz gelingt. Die Musikmetapher ist originell und weckt Neugier, doch sie wird nicht konsequent genug durchgezogen. Die visuelle Umsetzung ist stark, aber der Abschluss wirkt wie ein Fremdkörper. Die Zielgruppenansprache bleibt unscharf, und die eigentliche Botschaft – warum Union Investment die richtige Wahl ist – geht im Rauschen der Bilder unter. Meine persönliche Einschätzung ist, dass hier Potenzial verschenkt wurde. Mit etwas mehr Konsequenz in der Analogie, einer klareren Botschaft und einem Abschluss, der die kreative Sprache des Spots aufgreift, hätte das ein wirklich überzeugender Spot werden können.

Was denkst du? Ist die Musikmetapher ein gelungener Ansatz, oder wirkt sie auf dich zu konstruiert? Und vor allem: Hättest du dir mehr Substanz gewünscht – etwa eine konkrete Erklärung, wie genau Union Investment die „Trends von morgen“ erkennt? Oder reicht es aus, wenn ein Spot vor allem Stimmung macht und Assoziationen weckt? Ich bin gespannt auf deine Einschätzung!


Beachten Sie, dass alle Bilder urheberrechtlich geschützt sind und nur im Rahmen des Zitatrechts diskutiert werden sollten.

Eure Meinung, Kommentare, Fragen

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Relevante Sequenzen/ Szenen aus diesem TV Spot zur Erläuterung und Ergänzung:

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Die Sequenzbeschreibungen der ausgestrahlten Fernsehwerbung/ Fernsehspot, basierend auf den exemplarisch genutzten Screenshots:

0:01

Ein Tonstudio mit großem Mischpult, dunkler Beleuchtung und Technik an den Wänden. Durch die Scheibe sitzt eine Person am Klavier im Aufnahmeraum. Auf dem Tisch links liegen ein paar Blätter und ein Stift neben einer kleinen Lampe.

0:02

Mehrere Drehregler auf einem Mischpult stehen dicht beieinander, warmes Studiolicht fällt drauf und einzelne LEDs leuchten im Hintergrund. Rechts unten sitzt ein Logo der Union Investment.

0:03

Ein Mann sitzt im Zimmer und spielt eine E‑Gitarre. Die Kamera hängt nah an seinen Fingern, die über das Griffbrett laufen. Er trägt ein helles Hemd, hinter ihm stehen Verstärker und ein Fenster mit Vorhängen lässt etwas Licht rein.

0:04

Ein Finger schiebt einen Regler auf einem Mischpult nach oben, dahinter liegen viele bunte Knöpfe unscharf in Reihen.

0:08

Ein Mann sitzt in einem halbdunklen Raum und schaut direkt in die Kamera. Seitlich fällt Licht durch Jalousien. Vor ihm steht Technik aus einem Studio. Unten links steht eingeblendeter Text mit Namen und Beruf.

0:09

Eine blonde Frau lehnt sich leicht nach vorn und schaut nach unten. Warmes Licht fällt auf ihr Gesicht, der Hintergrund bleibt dunkel.

0:10

Ein VU-Meter steht im Fokus, die Nadel schlägt in den roten Bereich aus. Rechts daneben ist ein weiteres Messinstrument zu sehen.

0:12

Ein Typ sitzt im dunklen Tonstudio am Mischpult und arbeitet an einem großen Monitor mit Audioprojekt. Licht kommt durch Jalousien, der Raum ist sonst fast komplett schwarz.

0:16

Ein großes blaues Union‑Investment‑Logo hängt mitten im Bild. Dahinter liegt eine Stadtkulisse mit Turm, Häusern und klarem Himmel bei Sonnenuntergang. Ein Mensch unten im Bild hebt die Arme, ist aber fast komplett verdeckt.

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